Naturführung Flughafen Köln-Bonn

Flughafen – Naturschutz: Widerspruch oder Chance?

Am 23.08.2018 lud die Bürgervereinigung Ensen-Westhoven e.V. zu einer Naturführung auf dem Köln-Bonn Airport ein. Der Flughafen liegt mit einem Areal von knapp 1.000 Hektar am westlichen Rand der Wahner Heide und da waren die Teilnehmer natürlich sehr gespannt, wie Flugbetrieb und Natur sich vereinbaren lassen.


Nach einer Einführung führte der Weg zuerst zu dem Bird-Controller, der sich selbst als „Vogelscheuche des Flugplatzes“ bezeichnet. Seine  Hauptaufgabe ist es, Zusammenstöße von Vögeln mit Flugzeugen zu verhindern, die neben dem Tod des Vogels beträchtliche Schäden an den Triebwerken des jeweiligen Flugzeuges bedeuten würden. Er gab einen umfassenden und kurzweiligen Einblick in seine vielfältigen Tätigkeiten. Die ZuhörerInnen erfuhren z.B., dass, um das Verweilen von Vögeln zu vermeiden, Pflanzen angesiedelt wurden, die nicht dem Geschmack der Vögel entsprechen oder dass das Gras nicht niedriger als ca. 30 cm abgemäht wird, damit Greifvögel Kaninchen, Mäuse u.ä. nicht sehen können.

Mit dem Bus ging es weiter durch die Heidelandschaft, die nach einem Stopp auch auf einem kurzen Stück “durchwandert“ wurde. Dabei konnten verschiedene Heidekrautarten bestaunt werden.
Ein weiterer Stopp führte zu einem Moorgebiet, das auf einem Holzsteg überquert wurde, von dem aus  Sonnentau zu betrachten war, eine bei uns heimische Fleisch fressende Pflanze.
Der Abschluss der Führung bot noch eine Überraschung: Auf dem Flughafengelände sind Bienenvölker zu Hause, deren Honig geerntet und streng auf Schadstoffe kontrolliert wird und den die Teilnehmer probieren durften.
Es gäbe noch Vieles über diese etwas ungewöhnliche Flughafenführung zu berichten, aber eins ist deutlich geworden: Natur und Flughafen schließen einander beim Köln-Bonn Airport nicht aus!

  

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