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27.03.2007

Vom Projekt bis zur Serienreife - Grundschule Hohe Straße geht mit den Alexianer Werkstätten für Behinderte neue Wege

Die Grundschule Hohe Straße geht neue Wege. Herr Bernhard Lob, Lehrer der Schule, erklärt den Kindern das duale Zahlensystem der alten Römer und wie damit gerechnet wird. Zur Lehrunterstützung wurde in der Klasse eine römische Rechenmaschine, genannt Abakus, aus Styropor, Schaschlikspießen und Holzperlen gebastelt. Doch leider war die Konstruktion nicht stabil und im Handel war die römische EDV auch nicht zu bekommen. Da Herr Lob einen engen Kontakt mit den Alexianer Werkstätten für Behinderte pflegt, sprach er den Betriebsstättenleiter Günter Winkel auf seine Idee an. Herr Winkel fand die Idee gut und stellte erst mal mehrere Prototypen her.

Am 27.03.2007, um 13.30 Uhr wurde in einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der Alexianer Werkstätten für Behinderte, der serienreife Abakus vorgestellt. 

 

 

 

Gezeigt wurde ein Standmodel mit 7 Reihen á rechts mit einer roten Kugel und links mit 4 Naturholzkugeln. Das Material besteht zum größten Teil aus mit Leinöl behandelter Buche.

 
Kinder der Schule zeigten uns dann, wie mit diesem Hilfsmittel Zahlen dargestellt werden.Zuerst werden alle Kugel nach außen geschoben. Wenn z.B. die Zahl 246 dargestellt werden soll, wird in der untersten Reihe die rote und eine braune Kugel zur Mitte verschoben (5+1=6). In der nächsten Reihe werden 4 braune Kugeln zur Mitte verschoben (40) und in der dritten Reihe verschiebt man 2 Kugeln (200). Damit ist die Zahl 246 abgebildet und es kann auch gerechnet werden. Herr Lob erzählte uns auch, dass die Römer häufig den Abakus in Sand gemalt und mit Steinen die Kugeln zum rechnen ersetzt haben.   
 

Die Alexianer Werkstätten für Behinderte sehen in dieses Projekt auch eine Möglichkeit, die Arbeiten in den Werkstätten zu erweitern und haben zu diesem Zweck einen eigenen Produktzweig unter dem Titel „Alexianer Bildungsmedien“ gegründet. Herr Lob hat schon weitere Ideen in Vorbereitung.

 

 

 

 

 

Herr Winkel überreichte zum Schluss den anwesenden Schülern, Schulleiter Peter Borgen-Möller und Lehrer Bernhard Lob 30 fertig gestellte und verpackte Abakusse. Der Förderverein der Schule fördert dieses Projekt mit 200 Euro.

 

Von links nach rechts:

Betriebsstättenleiter Günter Winkel, Schulleiter Peter Borgen-Möller, Lehrer Bernhard Lob, Abordnung Förderverein, Alexianer Werkstätten Produktion und im Vordergrund die Kinder, die den Abakus vorgeführt haben.

 

Hier finden Sie den Artikel aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 29.03.2007 als PDF-Dokument